Aus eigener Anwendung Für wiederkehrende Problemstellen

Infrarotheizung gegen Schimmel: Was hilft, wenn er immer wiederkommt?

Schimmel an einer kalten Außenwand oder in derselben Raumecke immer wieder zu entfernen, ist frustrierend. Vor allem dann, wenn die Stelle nach einiger Zeit erneut feucht wird. Eine Infrarotheizung gegen Schimmel setzt an einem anderen Punkt an: Statt nur den sichtbaren Befall zu behandeln, wird die problematische Wandoberfläche gezielt erwärmt. Das kann besonders bei kalten Außenwänden, Wärmebrücken und wiederkehrender Kondensationsfeuchte sinnvoll sein.

Kurz gesagt: Wann kann Infrarotwärme helfen?

Eine Infrarotheizung gegen Schimmel ist vor allem dann interessant, wenn eine begrenzte Wandstelle immer wieder stark auskühlt und dort Feuchtigkeit aus der Raumluft kondensiert oder die oberflächennahe Luftfeuchtigkeit stark ansteigt. Bei Rohrschäden, eindringendem Wasser, aufsteigender Feuchtigkeit oder einer defekten Außenabdichtung muss dagegen die eigentliche bauliche Ursache beseitigt werden.

Wann hilft eine Infrarotheizung gegen Schimmel?

Entscheidend ist die Ursache. Schimmel wächst nicht einfach deshalb, weil eine Wand alt ist. Er benötigt Feuchtigkeit. Gerade an kalten Außenwänden, Wärmebrücken und Raumecken kann die Temperatur der Oberfläche deutlich niedriger sein als mitten im Raum. Dadurch steigt direkt an der Wand die relative Luftfeuchtigkeit und die Stelle kann für Schimmel anfällig werden.

Genau hier ist gezielte Wärme interessant. Die komplette Wohnung muss dafür nicht stärker aufgeheizt werden. Stattdessen soll die kritische Oberfläche wärmer und damit weniger anfällig für wiederkehrende Feuchte werden.

Kalte Außenwand
Die Problemstelle kühlt im Winter deutlich stärker aus als der übrige Raum.
gut geeignet
Kalte Raumecke / Wärmebrücke
Der Schimmel entsteht immer wieder an derselben kleinen, besonders kalten Stelle.
gut geeignet
Hohe Raumluftfeuchte
Wandwärme kann unterstützen, gleichzeitig muss die Feuchtigkeit aus der Raumluft reduziert werden.
nur Teil der Lösung
Schimmel hinter Möbeln
Erst prüfen, ob eine kalte Wand und zu wenig Luftzirkulation die Stelle begünstigen.
Ursache prüfen
Rohrbruch / undichte Wand
Eindringendes Wasser muss gestoppt und der Feuchteschaden fachgerecht behoben werden.
nicht ausreichend
Aufsteigende Feuchtigkeit
Eine Heizplatte kann das zugrunde liegende Problem im Mauerwerk nicht beseitigen.
baulich klären

Warum diese Unterscheidung wichtig ist: Auch das Umweltbundesamt nennt sowohl Kondensation an kalten Wänden und Wärmebrücken als auch Rohrschäden, Risse im Mauerwerk und aufsteigende Feuchte als mögliche Ursachen. Bei größeren oder unklaren Feuchteschäden sollte deshalb nicht einfach nur weitergeheizt, sondern die Ursache geklärt werden.

Warum gezielte Wandwärme bei kalten Problemstellen sinnvoll sein kann

Eine klassische Infrarotheizung wird normalerweise eingesetzt, um Personen und Flächen mit Strahlungswärme zu erwärmen. Bei einer schimmelanfälligen Wand wird genau dieser Effekt sehr lokal genutzt: Nicht der ganze Raum steht im Mittelpunkt, sondern eine kleine, immer wieder kritische Oberfläche.

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Die Wand kühlt aus

Außenwand, Ecke oder Wärmebrücke sind kälter als die übrigen Raumflächen. Direkt an der Oberfläche steigt dadurch die relative Feuchtigkeit.

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Feuchtigkeit wird kritisch

Die Wand muss sich dabei nicht einmal sichtbar nass anfühlen. Trotzdem kann das Mikroklima unmittelbar an der kalten Oberfläche Schimmelwachstum begünstigen.

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Die Oberfläche wird erwärmt

Eine gezielte Infrarotheizung gegen Schimmel soll genau diese kritische Stelle erwärmen und dadurch ungünstige Feuchtebedingungen an der Oberfläche reduzieren.

Schimmel von der Wand entfernen

Sichtbaren Befall zu entfernen ist nur ein Teil der Arbeit. Wenn dieselbe Ecke wegen einer dauerhaft kalten Oberfläche immer wieder feucht wird, kann der Schimmel anschließend erneut auftreten.

Problemstelle dauerhaft im Blick behalten

Bei kondensationsbedingten Problemen sind Wandtemperatur, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit gemeinsam entscheidend. Zusätzlich hilft richtiges Lüften, Feuchtigkeit aus dem Raum abzuführen. Mehr dazu findet ihr in unserem Ratgeber zum richtigen Lüften im Winter .

Unsere Erfahrung: eine Problemstelle, die immer wiederkam

Wir haben diese Art der Wandheizung selbst an einer wiederkehrend feuchten Problemstelle in einem Altbau eingesetzt. Dort trat der Schimmel immer wieder im unteren Bereich einer kalten Wand beziehungsweise Raumecke auf. Genau für solche begrenzten Stellen fanden wir das Prinzip interessanter als immer wieder nur die sichtbare Oberfläche zu behandeln.

Was uns in der Praxis überzeugt hat

Nach wenigen Tagen war an der betroffenen Stelle bereits eine deutliche Veränderung erkennbar. Besonders praktisch war für uns, dass die Wärme gezielt dort eingesetzt werden konnte, wo das Problem tatsächlich auftrat, ohne dafür permanent einen großen Heizlüfter oder eine leistungsstarke Raumheizung laufen zu lassen.

Das bedeutet nicht, dass eine Infrarotheizung gegen Schimmel jeden Feuchtigkeitsschaden lösen kann. Bei einer immer wieder kalten Außenecke war der Ansatz in unserem Fall aber deutlich nachhaltiger nutzbar als eine rein oberflächliche Behandlung.

Unsere Lösung für kleine Problemstellen

Schimmel-Dry: spezialisierte Infrarotheizung gegen Schimmel

Für unseren Einsatz war ein spezielles Schimmel-Dry-Modul interessant, weil es nicht als klassische Raumheizung gedacht ist. Das schmale Infrarotelement wird gezielt an einer kalten Problemstelle eingesetzt und kann je nach Situation an der Wand montiert oder aufgestellt werden.

Das ist gerade bei Außenwänden, Raumecken und bodennahen Problemstellen praktisch. Wer bereits eine geeignete Infrarotheizung als Standgerät besitzt, kann grundsätzlich ebenfalls prüfen, ob sich damit eine kalte Wand gezielt erwärmen lässt. Das Schimmel-Dry-System ist für diesen speziellen Einsatz allerdings deutlich kompakter aufgebaut.

Gezielter Einsatz Wärme genau dort, wo die Wand problematisch auskühlt
Flexible Positionierung Aufstellen oder passend zur Problemstelle montieren
Langfristig nutzbar Nach der ersten Trocknungsphase für kritische Zeiten weiter einsetzbar
Direkt unter diesem Abschnitt findet ihr das von uns verwendete System. Im nächsten Teil zeigen wir anschließend, wie wir es heute aufstellen, montieren und für einen längerfristigen Einsatz steuern würden.
ELIAS Schimmel Dry Infrarotheizung gegen Schimmel
Von uns praktisch eingesetzt

ELIAS Schimmel Dry Basismodul

Schmale Wandheizung für einzelne kalte und wiederkehrend schimmelanfällige Problemstellen.

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So würden wir Schimmel-Dry heute einsetzen

Eine Infrarotheizung gegen Schimmel entfaltet ihren größten Nutzen nicht dadurch, dass sie irgendwo im Raum steht. Sie sollte möglichst gezielt an der Wandstelle eingesetzt werden, die regelmäßig auskühlt und feucht wird. Genau das war auch die wichtigste Erkenntnis aus unserem Praxisfall.

Bei einem wiederkehrenden Schimmelproblem in einem Altbau wurde das System direkt an einer kritischen Ecke im unteren Wandbereich eingesetzt. Schon nach wenigen Tagen war dort eine deutliche Veränderung erkennbar. Für uns war bei der Infrarotheizung gegen Schimmel deshalb schnell klar: Entscheidend sind Positionierung, ausreichende Laufzeit und anschließend eine sinnvolle Steuerung.

Erfahrung aus der Praxis

Erst die Problemstelle trocknen, danach gezielt trocken halten

Wir würden eine noch deutlich feuchte und wiederkehrend schimmelanfällige Stelle nicht von Anfang an nur für kurze Intervalle beheizen. Zunächst sollte die betroffene Oberfläche ausreichend Zeit bekommen, sich zu erwärmen und nach und nach trockener zu werden.

Ist die Wand später trocken und geht es hauptsächlich darum, ein erneutes starkes Auskühlen zu verhindern, kann ein zeitlich begrenzter Betrieb sinnvoller sein als ein unnötiger Dauerbetrieb. Wie lange das konkret notwendig ist, hängt von Wand, Außentemperatur, Raumklima und Ursache der Feuchtigkeit ab.

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Problemstelle finden

Nicht den ganzen Raum betrachten, sondern die Stelle, an der der Schimmel tatsächlich immer wieder auftritt: häufig eine Außenecke, Fußleiste oder besonders kalte Wandfläche.

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Wärme gezielt platzieren

Das Modul sollte so positioniert werden, dass seine Wärme möglichst direkt auf die kritische Wandzone wirkt. Genau darin liegt der Vorteil gegenüber einer großen Raumheizung.

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Danach optimieren

Ist die Problemstelle trocken, können Zeitschaltung, smarte Steckdose und saisonale Nutzung helfen, die Laufzeit an den tatsächlichen Bedarf anzupassen.

Aufstellen oder montieren: So flexibel lässt sich das Modul nutzen

Ein Vorteil des Systems ist die flexible Positionierung. Das Basismodul kann mit Standfüßen aufgestellt oder dauerhaft an der Wand befestigt werden. Dadurch lässt sich die Infrarotheizung gegen Schimmel relativ genau an die Form der jeweiligen Problemstelle anpassen.

Infrarotheizung gegen Schimmel mit Standfüßen, Wandmontage und Zeitschaltuhr
Je nach Problemstelle lässt sich das Heizmodul flexibel aufstellen, waagerecht befestigen oder hochkant an einer schmalen Wandzone positionieren.
Ohne Bohren

Mit Standfüßen aufstellen

Für Mietwohnungen, Altbauten mit unbekannter Leitungsführung oder einen zunächst testweisen Einsatz sind die Standfüße praktisch. Das Modul lässt sich dadurch direkt vor einer Fußleiste, Außenwand oder in einer Raumecke positionieren und bei Bedarf später wieder umstellen.

Dauerhafte Lösung

Über der Fußleiste montieren

Tritt die Feuchtigkeit immer wieder an derselben Stelle auf, kann eine feste Wandmontage sinnvoll sein. Das Modul bleibt dann dort, wo es benötigt wird, und kann in kritischen Jahreszeiten einfach wieder eingeschaltet werden.

Schwierige Stellen

Bodennah in einer Ecke

Gerade Außenecken sind typische Problemzonen. Hier kann das Heizelement so aufgestellt werden, dass die Wärme möglichst nah an der kalten Wandfläche ankommt, ohne dass dafür ein großes Heizgerät im Raum stehen muss.

Schmale Problemzone

Auch hochkant einsetzbar

Ist die problematische Fläche eher schmal und vertikal, kann eine hochkant ausgerichtete Position sinnvoller sein als eine horizontale Montage. Entscheidend ist nicht die Optik, sondern dass die Wärme tatsächlich dort ankommt, wo die Wand besonders stark auskühlt.

Laut Hersteller sind sowohl die Wandbefestigung als auch die flexible Aufstellung mit Standfüßen vorgesehen. Die konkrete Montage und die vorgeschriebenen Abstände solltet ihr immer nach der aktuellen Bedienungsanleitung durchführen. Weitere Hinweise findet ihr direkt bei Schimmel-Dry zur Montage und Bedienung .

Ein Modul reicht nicht? Das System lässt sich erweitern

Auch eine Infrarotheizung gegen Schimmel muss zur Größe der Problemzone passen. Schimmel sitzt nicht immer nur auf einer handbreiten Stelle. Bei einer längeren kalten Außenwand oder einem größeren Sockelbereich kann ein einzelnes Modul deshalb zu klein sein. Das Basismodul lässt sich laut Hersteller mit bis zu vier Erweiterungsmodulen kombinieren.

Das finden wir sinnvoller, als einfach ein deutlich stärkeres Heizgerät in den Raum zu stellen. Die Wärme kann dadurch entlang der tatsächlichen Problemzone verteilt werden.

Kleine Ecke

Ein einzelnes Modul kann bei einer kleinen und klar begrenzten Problemzone bereits der sinnvollste Ausgangspunkt sein.

Längere Fußleiste

Zwei oder mehrere Elemente können entlang einer längeren kalten Wandzone positioniert werden.

Größere Problemfläche

Das modulare System lässt sich erweitern, ohne dass dafür mehrere komplett getrennte Basissysteme benötigt werden.

Unser größter Kritikpunkt: Die Steuerung ist zu einfach

Das eigentliche Heizprinzip finden wir überzeugend. Bei einem Produkt, das gerade für längerfristige und saisonal wiederkehrende Problemstellen gedacht ist, hätten wir uns allerdings eine integrierte Zeit- oder intelligente Temperatursteuerung gewünscht.

Einfach permanent den Stecker einzustecken ist zwar unkompliziert, aber nicht unbedingt die eleganteste Lösung. Genau hier lässt sich die Infrarotheizung gegen Schimmel mit wenig Aufwand deutlich komfortabler und bedarfsgerechter betreiben.

Kritikpunkt

Keine wirklich smarte Regelung integriert

Gerade nach der ersten Trocknungsphase muss das Modul nicht zwangsläufig rund um die Uhr laufen. Eine direkt integrierte Zeitsteuerung oder eine komfortable Regelung abhängig von den Bedingungen wäre bei diesem Einsatzzweck aus unserer Sicht ein echter Mehrwert.

Unsere Lösung

Zeitschaltuhr oder WLAN-Steckdose

In unserem Praxisfall haben wir deshalb eine schaltbare Steckdose vorgeschaltet. Mit einer WLAN-Steckdose lassen sich Zeitfenster bequem per App ändern; eine einfache Zeitschaltuhr erfüllt denselben Grundzweck ohne Smart Home.

Anfangsphase Erst einmal ausreichend trocknen lassen

Eine noch feuchte Problemstelle braucht Zeit. Deshalb würden wir nicht sofort mit sehr kurzen Heizintervallen beginnen, sondern die Entwicklung der Wand zunächst beobachten.

Erhaltungsbetrieb Später gezielt Zeitfenster nutzen

Ist die Wand trocken, kann eine zeitgesteuerte Nutzung in den kritischen Monaten ausreichen. Die sinnvolle Laufzeit ist dabei individuell und sollte nicht nach einem starren Schema festgelegt werden.

Bei Kindern und Haustieren mitdenken: Besonders bodennahe Schimmelstellen liegen genau dort, wo Kleinkinder spielen oder Haustiere vorbeilaufen. Der Vorteil der Infrarotheizung gegen Schimmel ist für uns auch, dass die betroffene Stelle nicht ständig erneut mit einem Spray behandelt werden muss. Die Heizfläche selbst wird jedoch deutlich warm und sollte deshalb so positioniert oder montiert werden, dass Kinder und Tiere nicht länger direkt damit in Kontakt kommen.

Was kostet der Betrieb wirklich?

Im nächsten Abschnitt rechnen wir den Stromverbrauch konkret durch. Dabei vergleichen wir Dauerbetrieb, zeitgesteuerten Betrieb und mehrere Module und schauen außerdem, wann eine normale Infrarotheizung eine Alternative sein kann.

Was kostet eine Infrarotheizung gegen Schimmel im Betrieb?

Gerade wenn eine Infrarotheizung gegen Schimmel zunächst über viele Stunden läuft, stellt sich schnell die Frage nach den Stromkosten. Für das Schimmel-Dry-Modul werden etwa 45 bis 50 Watt Leistungsaufnahme angegeben. Für unsere Beispielrechnung verwenden wir bewusst 45 Watt und einen Strompreis von 0,35 Euro pro Kilowattstunde.

Entscheidend ist dabei die Phase: Einen 24-Stunden-Betrieb würden wir nicht als normalen Dauerzustand betrachten, sondern als mögliche anfängliche Trocknungsphase. Ist die Wand trocken, lässt sich die tägliche Laufzeit deutlich reduzieren.

Leistungsaufnahme ca. 45–50 W Beispielrechnung mit 45 Watt
Beispiel-Strompreis 0,35 €/kWh individueller Tarif kann abweichen
Abrechnungszeitraum 30 Tage vereinfacht gerechnet
Einsatz Laufzeit pro Tag Verbrauch / Monat Kosten / Monat
Langzeitbetrieb 4 Stunden ca. 5,4 kWh ca. 1,89 €
Übergangsphase 8 Stunden ca. 10,8 kWh ca. 3,78 €
Anfangstrocknung 24 Stunden ca. 32,4 kWh ca. 11,34 €

So rechnen wir: 45 Watt ÷ 1.000 × tägliche Laufzeit × 30 Tage × 0,35 €/kWh. Mehrere gleichzeitig betriebene Module könnt ihr einfach entsprechend hochrechnen: Zwei Elemente benötigen ungefähr die doppelte, drei ungefähr die dreifache Energie.

Wie lange sollte die Infrarotheizung gegen Schimmel laufen?

Dafür gibt es keine Laufzeit, die zu jeder Wand passt. Eine noch deutlich feuchte und ausgekühlte Problemstelle benötigt mehr Zeit als eine Wand, die bereits trocken ist und nur in kritischen Wintermonaten vor erneutem Auskühlen geschützt werden soll.

1 · Trocknungsphase

Anfangs länger laufen lassen

Bei einer feuchten Wand kann zunächst ein längerer oder durchgehender Betrieb sinnvoll sein. Je nach Feuchtigkeit des Mauerwerks kann die Trocknung einige Zeit benötigen. Die 24 Stunden in unserer Tabelle stehen deshalb ausdrücklich für diese erste Phase und nicht für den späteren normalen Dauerbetrieb.

2 · Übergangsphase

Laufzeit schrittweise reduzieren

Bleibt die Wand zunehmend trocken, würden wir die Laufzeit nicht schlagartig auf ein Minimum reduzieren. Acht Stunden pro Tag sind hier ein verständliches Rechenbeispiel, mit dem ihr beobachten könnt, ob die Problemstelle weiterhin trocken bleibt.

3 · Langzeiteinsatz

Später gezielt nach Bedarf

Ist die Wand vollständig trocken, kann die tägliche Laufzeit deutlich sinken. Vier Stunden pro Tag sind hier ein sinnvoller Orientierungswert. Ob weniger oder mehr notwendig ist, hängt weiterhin von Außentemperatur, Wandaufbau und Raumfeuchtigkeit ab.

Zeitschaltuhr sinnvoll nutzen: Vier Stunden Tagesbetrieb müssen nicht vier Stunden am Stück bedeuten. Ihr könnt die Laufzeit beispielsweise auf mehrere Heizintervalle über den Tag verteilen. Entscheidend ist nicht ein starres Stundenprogramm, sondern dass die Wand mit der gewählten Einstellung trocken bleibt. Eine WLAN-Steckdose macht solche Anpassungen besonders unkompliziert.

Kann auch eine normale Infrarotheizung gegen Schimmel helfen?

Grundsätzlich basiert die Idee nicht ausschließlich auf Schimmel-Dry: Auch eine andere geeignete Infrarotheizung kann eine kalte Wandoberfläche erwärmen. Entscheidend ist, ob sie sich sicher und sinnvoll genau an der Problemzone positionieren lässt.

Besonders eine Infrarotheizung als Standgerät kann dafür interessanter sein als ein fest montiertes großes Wandpanel. Sie lässt sich leichter in die Nähe einer kalten Außenwand stellen. Mehr zur Technik findet ihr außerdem in unserem allgemeinen Ratgeber zur Infrarotheizung .

Schimmel-Dry: gezielt für kleine Wandbereiche

Der Vorteil des schmalen Systems liegt darin, dass nicht der ganze Raum beheizt werden soll. Das Element kann sehr nah an einer bodennahen oder klar begrenzten Problemzone eingesetzt werden und benötigt mit etwa 45 bis 50 Watt deutlich weniger elektrische Leistung als viele klassische Raumheizungen.

  • kompakt für einzelne kalte Problemstellen
  • geringe Leistungsaufnahme pro Element
  • Wandmontage oder Nutzung mit Standfüßen
  • für zeitgesteuerten Langzeiteinsatz geeignet

Normale Infrarotheizung

Eine bereits vorhandene mobile Infrarotheizung kann einen Versuch wert sein, wenn der Hersteller die geplante Aufstellung erlaubt und die Wärme tatsächlich an der kalten Wand ankommt. Ein großes Raumheizgerät ist aber weniger zielgerichtet als ein schmales Wandmodul.

Schimmel entfernen, entfeuchten oder die Wand erwärmen?

Diese Maßnahmen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Eine Infrarotheizung gegen Schimmel ersetzt deshalb weder die Entfernung vorhandenen Befalls noch die Suche nach der Feuchteursache. Sie ist vor allem dann interessant, wenn eine begrenzte Wandfläche immer wieder stark auskühlt.

Schimmel entfernen
Beseitigt vorhandenen sichtbaren Befall. Bleibt die Ursache bestehen, kann der Schimmel an derselben Stelle erneut auftreten.
Befall beseitigen
Luftentfeuchter
Sinnvoll, wenn die Luftfeuchtigkeit im gesamten Raum regelmäßig zu hoch ist und nicht nur eine einzelne Oberfläche problematisch kalt wird.
Raumluft trocknen
Infrarotheizung gegen Schimmel
Besonders interessant bei einer lokalen kalten Außenwand, Raumecke oder Wärmebrücke, an der sich das Feuchteproblem wiederholt.
Wand erwärmen
Richtig lüften
Führt Feuchtigkeit aus der Raumluft ab und gehört zur Schimmelvorbeugung. Eine konstruktiv sehr kalte Wand lässt sich durch Lüften allein jedoch nicht wärmer machen.
Grundmaßnahme
Bauliche Sanierung
Ist Wasser von außen, aus einer Leitung oder aus dem Mauerwerk die Ursache, muss dieser Feuchteeintrag behoben werden.
Ursache beheben

Wann reicht eine Infrarotheizung gegen Schimmel nicht aus?

Sobald Feuchtigkeit dauerhaft aus dem Gebäude oder von außen nachkommt, darf die Heizung nicht zum Ersatz für die Ursachenbehebung werden. Bei Rohrschäden, eindringendem Regenwasser, aufsteigender Feuchtigkeit oder einem größeren unbekannten Feuchteschaden sollte zuerst geklärt werden, woher das Wasser kommt. Eine Infrarotheizung gegen Schimmel sehen wir vor allem bei kalten und kondensationsgefährdeten Problemstellen als interessante Lösung.

Und was ist mit Lüften und Luftfeuchtigkeit?

Genau das gehört zur Gesamtbetrachtung dazu. Im letzten Abschnitt geht es deshalb um richtiges Lüften, Luftfeuchtigkeit, typische Fragen und unser abschließendes Fazit.

Infrarotheizung gegen Schimmel ersetzt richtiges Lüften nicht

Eine kalte Wand ist nur ein Teil des Problems. Damit dort Feuchtigkeit entsteht, muss auch genügend Wasserdampf in der Raumluft vorhanden sein. Deshalb gehören Wandtemperatur, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit immer zusammen betrachtet.

Gerade im Altbau kann die Ursache tatsächlich eine sehr kalte Außenwand oder Wärmebrücke sein. Trotzdem hilft es, unnötig hohe Raumluftfeuchtigkeit zu vermeiden. Unsere Infrarotheizung gegen Schimmel sollte deshalb nicht als Ersatz für vernünftiges Heizen und Lüften verstanden werden.

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Raumluft kontrollieren

Ein Hygrometer hilft dabei, ungewöhnlich hohe Luftfeuchtigkeit im Raum zu erkennen. Besonders interessant ist die Entwicklung in der Nähe der problematischen Außenwand.

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Feuchtigkeit hinauslüften

Nach Schlafen, Duschen oder Kochen entsteht zusätzliche Luftfeuchtigkeit. Kurzes intensives Lüften ist im Winter sinnvoller als dauerhaft gekippte Fenster.

3

Kalte Wand beobachten

Bleibt trotz vernünftigem Raumklima immer dieselbe Ecke auffällig kalt und schimmelanfällig, wird eine gezielte Wandheizung besonders interessant.

Mehr zum Thema: Wie ihr Feuchtigkeit in der kalten Jahreszeit richtig aus der Wohnung bekommt, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber richtig lüften im Winter .

Umweltbundesamt

Das Umweltbundesamt nennt unter anderem Kondensation an kalten Wänden, Wärmebrücken, unzureichendes Lüften und baulichen Feuchteeintrag als mögliche Ursachen für Schimmel. Zur Quelle

Verbraucherzentrale

Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit gemeinsam im Blick zu behalten und Feuchtigkeit durch richtiges Heizen und Lüften zu reduzieren. Zur Quelle

Häufige Fragen zur Infrarotheizung gegen Schimmel

Zum Schluss beantworten wir die Punkte, die bei einer wiederkehrenden schimmeligen Wand besonders häufig offenbleiben.

Hilft eine Infrarotheizung gegen Schimmel wirklich?

Sie kann besonders dann sinnvoll sein, wenn eine kalte Wand, Außenwand oder Wärmebrücke immer wieder zur Problemstelle wird. Durch die höhere Oberflächentemperatur sollen dort weniger kritische Feuchtebedingungen entstehen. Bei eindringendem Wasser oder anderen baulichen Feuchteschäden reicht eine Heizung allein dagegen nicht aus.

Entfernt eine Infrarotheizung vorhandenen Schimmel?

Eine Infrarotheizung gegen Schimmel sollte nicht mit einem Mittel zur unmittelbaren Entfernung sichtbaren Befalls verwechselt werden. Vorhandener Schimmel muss passend zum Umfang und Untergrund beseitigt werden. Die Wandheizung zielt anschließend vor allem darauf, die Bedingungen an einer kalten Problemstelle zu verbessern.

Wie lange muss Schimmel-Dry laufen?

Bei einer zunächst feuchten Wand empfiehlt der Hersteller einen längeren beziehungsweise dauerhaften Betrieb während der Trocknungsphase. Ist das Mauerwerk trocken, kann die Einschaltzeit reduziert werden. Der Hersteller nennt für den späteren Betrieb häufig etwa vier Stunden täglich als ausreichend; die tatsächliche Laufzeit hängt aber von der jeweiligen Wand ab.

Kann ich Schimmel-Dry mit einer Zeitschaltuhr betreiben?

Ja. Gerade nach der anfänglichen Trocknung ist eine Zeitschaltuhr oder WLAN-Steckdose aus unserer Sicht eine sinnvolle Ergänzung. Die tägliche Laufzeit kann dadurch auf mehrere Zeitfenster verteilt und später an die tatsächliche Situation angepasst werden.

Kann eine normale Infrarotheizung gegen Schimmel verwendet werden?

Grundsätzlich kann auch eine geeignete normale Infrarotheizung eine kalte Wandoberfläche erwärmen. Für eine kleine bodennahe Ecke ist ein großes Heizpanel aber häufig unpraktischer. Mobile Infrarot-Standgeräte lassen sich für solche Versuche flexibler positionieren.

Was kostet die Infrarotheizung gegen Schimmel im Monat?

Bei rund 50 Watt Leistungsaufnahme kostet ein Modul bei unserem Beispiel-Strompreis von 0,35 €/kWh und vier Stunden Betrieb täglich ungefähr 2,10 Euro pro 30 Tage. Acht Stunden entsprechen rund 4,20 Euro. Der anfängliche 24-Stunden-Betrieb läge bei ungefähr 12,60 Euro monatlich.

Hilft Lüften, wenn Schimmel immer wiederkommt?

Wenn die Raumluft zu feucht ist, ist richtiges Lüften ein wichtiger Teil der Lösung. Ist dagegen eine einzelne Altbauwand konstruktiv sehr kalt, kann selbst vernünftiges Lüften nicht verhindern, dass diese Oberfläche deutlich kälter bleibt als der restliche Raum. Deshalb sollte immer die konkrete Ursache betrachtet werden.

Wann sollte ich keine Infrarotheizung gegen Schimmel als Lösung ansehen?

Bei Rohrbrüchen, undichten Außenwänden, eindringendem Regenwasser, aufsteigender Feuchtigkeit oder größeren unbekannten Feuchteschäden muss zuerst die Ursache behoben werden. Eine Wandheizung kann einen kontinuierlichen Wassereintrag nicht reparieren.

Unser Fazit aus der Praxis

Wann würden wir eine Infrarotheizung gegen Schimmel wieder einsetzen?

Bei einer kleinen, immer wiederkehrenden Problemstelle an einer kalten Außenwand oder Raumecke würden wir diesen Ansatz wieder in Betracht ziehen. Genau in so einer Situation haben wir das Schimmel-Dry-System selbst eingesetzt und bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Veränderung an der betroffenen Stelle gesehen.

Besonders sinnvoll finden wir das Prinzip, wenn der Schimmel nicht großflächig durch einen Wasserschaden entsteht, sondern immer wieder dieselbe kalte Wandzone betroffen ist. Dann kann eine Infrarotheizung gegen Schimmel gezielter arbeiten als einfach den gesamten Raum stärker aufzuheizen.

Für uns besonders interessant

Kalte Außenecken, Wärmebrücken, bodennahe Problemstellen und begrenzte Wandflächen, die im Winter regelmäßig erneut auffällig werden.

Keine Universallösung

Bei eindringendem Wasser, defekten Leitungen oder aufsteigender Feuchtigkeit muss der Gebäudeschaden behoben werden. Hier wäre eine Wandheizung nur Symptombehandlung.

Unser praktischer Ansatz wäre heute: Ursache zuerst einschätzen, Problemstelle gezielt erwärmen, in der Anfangsphase ausreichend trocknen lassen und anschließend die Laufzeit mit Zeitschaltuhr oder WLAN-Steckdose auf das notwendige Maß reduzieren.
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Hey, ich bin Nicolas und ich bin staatlich geprüfter Techniker im Bereich Mechatronik. Ich verfüge über eine jahrelange Erfahrung in der Produktentwicklung und im Prüfwesen für Prototypen. Seit 2019 schreibe ich regelmäßig Vergleiche, führe Produkttests durch und ich habe mich hierbei auf die Themen Stromerzeugung und Wärmeenergie spezialisiert.

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