Ein moderner elektronischer Durchlauferhitzer, der exemplarisch für die Stromkosten und den Energieverbrauch bei der Warmwasserbereitung in Mietwohnungen und Haushalten steht. Das Bild verdeutlicht, wie wichtig die richtige Geräteleistung und Temperatureinstellung für niedrige Durchlauferhitzer Stromkosten ist.

Durchlauferhitzer Stromkosten: Wie hoch ist der Stromverbrauch für Warmwasser im Alltag?

Durchlauferhitzer gehören in vielen Mietwohnungen und modernisierten Badezimmern zur Standardausstattung. Sie liefern warmes Wasser genau dann, wenn ihr es braucht, ohne Speicher und ohne lange Leitungswege. Gleichzeitig stellen sich viele von euch vor dem Einzug oder bei einem Umbau die gleiche Frage: Wie hoch sind die Stromkosten eines Durchlauferhitzers wirklich?

Gerade weil Warmwasser einen großen Anteil am Haushaltsenergieverbrauch hat, ist diese Frage absolut berechtigt. In diesem Ratgeber erfahrt ihr, wovon die Durchlauferhitzer Stromkosten abhängen, wie hoch der Verbrauch eines typischen 18-kW-Geräts ist, wie ihr effektiv sparen könnt und wie sich der Durchlauferhitzer im Vergleich zu Boiler und Wärmepumpe schlägt.

Welche Arten von Durchlauferhitzern gibt es und welche Leistung ist sinnvoll?

Bevor ihr euch mit konkreten Stromkosten beschäftigt, lohnt sich ein kurzer Blick auf die unterschiedlichen Leistungsstufen von Durchlauferhitzern. Denn nicht jedes Gerät passt zu jedem Haushalt und die gewählte Kilowatt-Leistung beeinflusst später auch Komfort und Verbrauch.

Welche Leistungsstufen sind bei Durchlauferhitzern üblich?

Gängig sind vor allem Durchlauferhitzer mit 18 kW, 21 kW und 24 kW. Einige moderne Geräte lassen sich zusätzlich umschalten oder in mehreren Leistungsstufen betreiben. Entscheidend ist dabei weniger die maximale Leistung an sich, sondern wie viele Zapfstellen gleichzeitig genutzt werden und wie hoch euer Warmwasserbedarf ist.

Ein Durchlauferhitzer mit 18 kW reicht in der Praxis für viele Wohnungen völlig aus. Er eignet sich besonders für Haushalte mit einem Badezimmer und einer Dusche. Auch ein zusätzliches Waschbecken im Bad stellt in der Regel kein Problem dar, solange nicht gleichzeitig mehrere Zapfstellen warmes Wasser benötigen.

Geräte mit 21 kW oder 24 kW kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn mehrere Badezimmer vorhanden sind, eine Badewanne regelmäßig genutzt wird oder zeitgleich warmes Wasser an mehreren Stellen benötigt wird. Das ist häufiger in größeren Wohnungen oder Einfamilienhäusern der Fall. Der höhere Komfort geht dabei jedoch mit höheren Anschlussanforderungen und potenziell höheren Stromkosten einher.

Welche Leistung passt zu eurem Haushalt?

Die folgende Übersicht zeigt euch, welche Durchlauferhitzer-Leistung in typischen Haushaltssituationen sinnvoll ist.

Für viele Mietwohnungen ist ein 18-kW-Durchlauferhitzer damit ein sehr guter Kompromiss aus ausreichender Leistung, überschaubaren Stromkosten und einfacher Installation. Aus diesem Grund beziehen sich die folgenden Berechnungen und Beispiele bewusst auf ein 18-kW-Gerät.

Haushalt Badezimmer / Nutzung Empfohlene Leistung
1 Person 1 Bad, Dusche, geringe gleichzeitige Nutzung 18 kW
2–3 Personen 1 Bad, Dusche, tägliche Nutzung 18 kW
3–4 Personen 1–2 Bäder, Dusche und Badewanne 21 kW
4+ Personen Mehrere Zapfstellen gleichzeitig 24 kW

Wenn ihr wissen wollt, welche Durchlauferhitzer aktuell im Test die besten Werte liefern, schaut euch unsere Top-Modelle 18 kW und umschaltbare Geräte an. Dort haben wir die derzeit empfehlenswertesten Durchlauferhitzer mit 18 kW und höher verglichen und bewertet

Wovon hängen die Stromkosten eines Durchlauferhitzers ab?

Die Stromkosten eines Durchlauferhitzers lassen sich nicht pauschal festlegen. Sie entstehen ausschließlich dann, wenn ihr warmes Wasser nutzt, und hängen stark von eurem Alltag ab.

Ein entscheidender Faktor ist die Anzahl der Personen im Haushalt. Je mehr Menschen regelmäßig duschen oder warmes Wasser nutzen, desto höher fällt der Stromverbrauch aus. Ebenso wichtig ist die Dauer der einzelnen Duschgänge. Schon wenige Minuten mehr pro Tag wirken sich am Monatsende spürbar aus.

Auch der Wasserdurchfluss spielt eine große Rolle. Eine sparsame Duschbrause verbraucht deutlich weniger warmes Wasser als eine großflächige Regendusche. Hinzu kommt die eingestellte Wunschtemperatur. Je stärker das Wasser erhitzt werden muss, desto mehr Strom benötigt der Durchlauferhitzer.

Nicht zuletzt beeinflusst der Strompreis eure Kosten direkt. Bei hohen Kilowattstundenpreisen steigen die Durchlauferhitzer Stromkosten entsprechend an.

Laut dem Umweltbundesamt gehört Warmwasser zu den größten Energieverbrauchern im Haushalt. Bewusster Umgang, wie kürzere Duschen oder wassersparende Armaturen, spart Energie und Kosten. Mehr Infos dazu gibt es direkt beim Umweltbundesamt.

Wie viel Strom verbraucht ein 18 kW Durchlauferhitzer?

Ein Durchlauferhitzer mit 18 kW gilt als gängiger Standard für Wohnungen mit Dusche. Wichtig für euch zu wissen ist, dass das Gerät nicht dauerhaft mit voller Leistung arbeitet. Die tatsächliche Leistungsaufnahme passt sich dem Bedarf an, also daran, wie viel Wasser fließt und um wie viele Grad es erwärmt werden muss.

Beispiel aus dem Alltag

Angenommen, ihr duscht acht Minuten lang mit einem durchschnittlichen Durchfluss von acht Litern pro Minute. Das Kaltwasser hat etwa zehn Grad Celsius und wird auf eine angenehme Duschtemperatur von vierzig Grad Celsius erwärmt.

In diesem Fall verbraucht der Durchlauferhitzer rund 2,23 Kilowattstunden Strom. Bei einem Strompreis von 36 Cent pro Kilowattstunde entstehen Kosten von etwa 80 Cent pro Duschgang.

Wenn ihr täglich duscht, summieren sich die Stromkosten auf rund 24 Euro pro Person und Monat allein für das Duschen. In Haushalten mit mehreren Personen steigen die Kosten entsprechend.

Warum die Temperatureinstellung eure Stromkosten stark beeinflusst - Kleine Spartipps

Viele Durchlauferhitzer sind ab Werk oder aus Gewohnheit auf sehr hohe Temperaturen eingestellt, teilweise auf sechzig Grad Celsius oder mehr. Beim Duschen benötigt ihr jedoch in der Regel nur 38 bis 40 Grad Celsius.

Ist die Temperatur am Gerät zu hoch eingestellt, erhitzt der Durchlauferhitzer das Wasser unnötig stark. Anschließend mischt ihr an der Armatur wieder Kaltwasser bei, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Das erhöht den Stromverbrauch, ohne euch einen Vorteil zu bringen.

Effizienter ist es, die gewünschte Duschtemperatur direkt am Durchlauferhitzer einzustellen. So arbeitet das Gerät näher an eurem tatsächlichen Bedarf, der Stromverbrauch sinkt und die Durchlauferhitzer Stromkosten lassen sich deutlich reduzieren.

Wie groß ist der Anteil der Warmwasserbereitung am Stromverbrauch?

Ein erheblicher Teil des häuslichen Energieverbrauchs entfällt auf die Warmwasserbereitung. Gerade bei elektrisch betriebenen Durchlauferhitzern fällt dieser Anteil besonders ins Gewicht, da in kurzer Zeit viel Energie benötigt wird.

Im Vergleich zu zentralen Lösungen mit Gas oder Wärmepumpe liegen die laufenden Kosten eines Durchlauferhitzers meist höher. Dafür entstehen keine Speicherverluste, es gibt keine langen Leitungswege und ihr zahlt nur dann Strom, wenn tatsächlich warmes Wasser fließt.

Vergleich: Durchlauferhitzer, Boiler und Wärmepumpe

System Anschaffungskosten Laufende Kosten Energieeffizienz Geeignet für
Durchlauferhitzer Niedrig Etwas höher bei intensiver Nutzung Mittel Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, einige Zapfstellen, wenig Platz
Warmwasser-Boiler Niedrig bis Mittel Mittel durch Speicherverluste Gering bis Mittel Haushalte mit konstantem Warmwasserbedarf
Warmwasser-Wärmepumpe Hoch Niedrig Sehr hoch Eigenheime, hoher Warmwasserverbrauch, langfristige Nutzung

Der Durchlauferhitzer punktet durch geringe Anschaffungskosten und einfache Installation. Ein Boiler speichert warmes Wasser, verursacht jedoch Bereitschaftsverluste. Die Wärmepumpe ist im Betrieb am günstigsten, lohnt sich aber vor allem bei dauerhaft hohem Warmwasserbedarf und ausreichend Platz.

Stromkosten senken beim Durchlauferhitzer

Ihr könnt die Stromkosten eures Durchlauferhitzers aktiv beeinflussen. Bereits kleine Anpassungen im Alltag machen einen großen Unterschied.

Eine niedrigere eingestellte Temperatur senkt den Energiebedarf unmittelbar. Auch eine wassersparende Duschbrause reduziert den Verbrauch, da weniger Wasser erhitzt werden muss. Kürzere Duschzeiten wirken sich ebenfalls direkt auf eure Stromrechnung aus.

Zusätzlich spielt die Technik eine wichtige Rolle. Moderne elektronisch geregelte Durchlauferhitzer arbeiten effizienter und präziser als alte hydraulische Modelle. Bei sehr alten Geräten kann sich ein Austausch langfristig lohnen.

Stromkosten Rechner für Durchlauferhitzer mit 18 kW

IMit dem folgenden Rechner könnt ihr eure ungefähren monatlichen Stromkosten für das Duschen berechnen. Grundlage ist ein typischer 18-kW-Durchlauferhitzer und ein durchschnittlicher Verbrauch.

Durchlauferhitzer Stromkosten Rechner

Euer Stromverbrauch und die Kosten erscheinen hier.

Fazit: Sind die Stromkosten eines Durchlauferhitzers hoch?

Die Stromkosten eines Durchlauferhitzers hängen fast vollständig von eurem Nutzungsverhalten ab. Wer lange und sehr heiß duscht, zahlt deutlich mehr als jemand, der bewusst mit Temperatur, Durchfluss und Duschdauer umgeht.

Für viele Mietwohnungen ist der Durchlauferhitzer dennoch eine sinnvolle Lösung. Er ist platzsparend, hygienisch und flexibel. Mit der richtigen Einstellung und moderner Technik lassen sich die laufenden Kosten gut kontrollieren.

FAQ zu Durchlauferhitzer Stromkosten

Wie viel Strom verbraucht ein Durchlauferhitzer pro Monat?

Das hängt von der Nutzung ab. In einem Zwei-Personen-Haushalt können für Warmwasser schnell 40 bis 80 Euro Stromkosten pro Monat anfallen.

Ist ein Durchlauferhitzer teurer als ein Boiler?

Im Betrieb meist ja, dafür entstehen keine Speicherverluste und die Anschaffungskosten sind geringer.

Lohnt sich ein elektronisch geregelter Durchlauferhitzer?

Ja, diese Geräte arbeiten effizienter und können die Stromkosten spürbar senken.

Welche Temperatur ist optimal eingestellt?

Für das Duschen reichen in der Regel 38 bis 40 Grad Celsius.

Verbraucht ein Durchlauferhitzer Strom im Standby?

Nein, Strom wird nur verbraucht, wenn warmes Wasser gezapft wird.

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Ich bin gelernter Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik und schreibe seit 2018 re­gel­mä­ßig Ver­glei­che und teste Produkte.
Ich habe mich dabei auf technische Produkte rund um das Thema Energie im Privathaushalt spezialisiert, die erklärungsbedürftig sind.
Spannend finde ich es, den technischen Fortschritt auf diesem Markt zu beobachten, immer wieder Neues zu lernen, indem ich an Weiterbildungen teilnehme und meine Erfahrungen an euch weitergeben zu können. Seit 2022 erweitere ich meine Expertise vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien.

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