Dämmung hinter Heizungen anbringen – lohnt sich das wirklich und wie geht es am besten?
Die Heizkosten steigen seit Jahren, und viele von euch suchen nach einfachen Maßnahmen, um Energie zu sparen, ohne gleich das ganze Haus sanieren zu müssen. Eine häufig empfohlene Lösung ist es, eine Dämmung hinter Heizungen anzubringen. Gerade in älteren Gebäuden oder Wohnungen mit Heizkörpern an Außenwänden geht viel Wärme ungenutzt verloren. Doch macht diese Maßnahme wirklich Sinn? Was bringt sie tatsächlich, und für wen lohnt sie sich?
In diesem ausführlichen Ratgeber schauen wir uns genau an, was hinter dem Thema steckt. Ihr erfahrt, wie eine Dämmung hinter Heizkörpern funktioniert, welche Rolle eine sogenannte Dämmmattenheizung spielt, wie hoch der Nutzen realistisch eingeschätzt werden kann und wie ihr die Dämmung selbst anbringt – auch ohne handwerkliche Vorkenntnisse.
Warum eine Dämmung hinter Heizungen anbringen sinnvoll sein kann
Heizkörper geben ihre Wärme nicht nur nach vorne in den Raum ab, sondern auch nach hinten zur Wand. Befindet sich dort eine schlecht gedämmte Außenwand oder eine klassische Heizkörpernische, wird ein Teil der Wärme direkt nach draußen geleitet. Besonders in Altbauten ist dieses Problem weit verbreitet.
Wenn ihr eine Dämmung hinter Heizungen anbringt, reduziert ihr diesen Wärmeverlust. Die Wärme wird stärker in den Raum zurückgeführt, anstatt ungenutzt durch die Wand zu verschwinden. Das Ergebnis kann ein schnelleres Aufheizen des Raumes, ein gleichmäßigeres Raumklima und langfristig auch eine leichte Senkung der Heizkosten sein.
Wichtig ist allerdings eine realistische Erwartung: Diese Maßnahme ersetzt keine Fassaden- oder Wanddämmung, sie ist vielmehr eine ergänzende Optimierung mit überschaubarem Aufwand.
Mit cleveren Dämmmatten oder Reflexionsfolien lässt sich dieser Effekt spürbar reduzieren – wie auch ein Bericht der britischen Regierung zeigt (UK Government Energy Report, Radiator reflectors and energy saving
Dämmmattenheizung und Reflexionsfolie – was steckt dahinter?
Im Zusammenhang mit der Dämmung hinter Heizkörpern fallen häufig Begriffe wie Dämmmattenheizung, Heizkörperdämmung oder Reflexionsfolie. Gemeint sind meist dünne Dämmmatten oder Folien mit einer aluminiumkaschierten Oberfläche. Diese haben zwei Aufgaben:
Zum einen wirkt die Dämmmatte selbst als Wärmedämmung und reduziert den direkten Wärmefluss in die Wand. Zum anderen reflektiert die Aluminiumoberfläche einen Teil der Wärmestrahlung zurück in den Raum. Gerade diese Kombination macht eine Dämmmattenheizung hinter dem Heizkörper effektiv.
Im Gegensatz zu improvisierten Lösungen wie einfacher Alufolie sind diese Produkte speziell für den Einsatz hinter Heizkörpern entwickelt. Sie sind hitzebeständig, formstabil und oft so dünn, dass sie auch bei wenig Platz eingesetzt werden können.
Welche Stärke sollte das Dämmmaterial haben?
Für die Dämmung hinter Heizkörpern empfehlen wir eine Materialstärke von etwa 9 mm. Diese Dicke bietet eine sehr gute Balance zwischen Wärmedämmung und Platzbedarf, sodass sie hinter nahezu jeden Heizkörper passt, ohne dass der Heizkörper zu weit von der Wand absteht. Technisch gesehen reduziert eine 9 mm starke Dämmung bereits spürbar den Wärmeverlust durch ungedämmte Außenwände und reflektiert einen großen Teil der Wärme zurück in den Raum.
Wenn hinter dem Heizkörper mehr Platz vorhanden ist, kann auch eine stärkere Dämmung eingesetzt werden, um noch höhere Effizienzwerte zu erzielen. Für die meisten Standardanwendungen bleibt die 9 mm Variante jedoch die praxisgerechte Empfehlung, die den optimalen Kompromiss zwischen Wirkung, Montagefreundlichkeit und Materialaufwand darstellt.
Armacell Armaflex ACE – Hochleistungs-Dämmmatte mit exzellenter Wärmedämmung, langlebig & vielseitig einsetzbar
Die Armacell Armaflex ACE Dämmmatten sind eine bewährte und hochwertige Lösung, wenn ihr gezielt Wärmeverluste reduzieren und gleichzeitig auf ein langlebiges, professionelles Material setzen wollt. Dank der extrem niedrigen Wärmeleitfähigkeit (λ = 0,036) eignet sich Armaflex ideal für Anwendungen, bei denen es auf zuverlässige Isolierung bei möglichst geringer Materialstärke ankommt – zum Beispiel hinter Heizkörpern, an Rohrleitungen oder in Heizungs- und Klimasystemen.
Das Material besteht aus einem geschlossenzelligen Kautschuk-Mikrozellschaum, der nicht nur sehr gut gegen Wärme und Kälte isoliert, sondern auch eine hohe Beständigkeit gegen Wasserdampf-Diffusion (μ = 7.000) bietet. Dadurch wird das Risiko von Feuchtigkeit und sogenannten Kältebrücken deutlich reduziert – ein klarer Vorteil gegenüber einfachen Dämmfolien.
Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Langlebigkeit: Armaflex ACE ist robust, verschleißfest und für einen breiten Temperaturbereich von -50 °C bis +105 °C ausgelegt. Zusätzlich wirkt das Material schalldämmend, was es auch für Wohnräume und Technikbereiche interessant macht.
Für die Montage hinter Heizkörpern empfehlen wir die 9 mm Variante der Armacell Armaflex Matten – sie bietet optimale Dämmwirkung bei geringem Platzbedarf und ist einfach zu montieren, sowohl selbstklebend als auch mit Kleber. Damit ist sie die ideale Wahl für die meisten Heizkörper-Situationen, ohne dass der Heizkörper zu weit von der Wand absteht.
Die Dämmmatten sind in zwei Varianten erhältlich:
Selbstklebend – ideal für eine schnelle und einfache Montage ohne zusätzliches Befestigungsmaterial
Nicht selbstklebend – perfekt, wenn ihr die Dämmung individuell mit geeignetem Kleber anbringen möchtet oder besondere Untergründe habt
💡 Hinweis: Wenn hinter den Heizkörpern mehr Platz vorhanden ist oder eine noch stärkere Dämmung gewünscht wird, ist Armaflex ACE auch in dickeren Varianten bis 32 mm erhältlich, die zusätzlichen Wärmeschutz bieten.
- HOCHLEISTUNGSMATERIAL: Die Isoliermatten besteht aus hochwertigen Materialien und bietet eine hervorragende Isolierung und Schutz vor Hitze und Kälte.
- Energieeffizienz: Diese Matten reduzieren effektiv den Energieverlust und tragen dazu bei, in einer Vielzahl von Anwendungen konstante Temperaturen aufrechtzuerhalten, was sie zu einer energieeffizienten Wahl macht.
- Langlebig und robust: Sie sind für ihre Langlebigkeit und Verschleißfestigkeit bekannt und gewährleisten eine lange Lebensdauer und minimalen Wartungsaufwand.
- Schalldämmung: Die Isoliermatten können neben der Wärmedämmung auch eine Schalldämmung bewirken und so zu einer ruhigeren Umgebung beitragen.
- Dämmmatte in selbstklebender oder nicht selbstklebender Ausführung erhältlich
Letzte Aktualisierung am 14.02.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
Was bringt eine Dämmung hinter den Heizkörpern wirklich? Beispielrechnung
Eine der wichtigsten Fragen lautet: Lohnt sich der Aufwand finanziell überhaupt? Um das besser einschätzen zu können, schauen wir uns ein realistisches Beispiel an.
Angenommen, ihr lebt in einer 80-Quadratmeter-Wohnung in einem älteren Mehrfamilienhaus. Die Heizkörper sind an Außenwänden montiert, teilweise sogar in Nischen. Eure jährlichen Heizkosten liegen bei etwa 1.800 Euro.
Studien und Praxiserfahrungen zeigen, dass durch das Anbringen einer Dämmung hinter Heizungen Einsparungen von etwa 5 bis 15 Prozent möglich sind – abhängig vom Wandaufbau und der Anzahl der Heizkörper.
Rechnen wir mit dem Mittelwert von 10 Prozent Einsparung:
1.800 Euro × 0,1 = 180 Euro Ersparnis pro Jahr
Eine gute Dämmmatte oder Reflexionsfolie kostet pro Heizkörper etwa 10 bis 25 Euro. Bei fünf Heizkörpern investiert ihr also rund 75 bis 100 Euro. Damit kann sich die Maßnahme bereits locker nach einer Heizperiode amortisieren. Danach spart ihr bares Geld.
| Kategorie | Wert |
|---|---|
| Wohnungsgröße | 80 m² |
| Heizkörper | 5 Stück an Außenwänden/Nischen |
| Jährliche Heizkosten | 1.800 € |
| Ersparnis durch Dämmung | 10 % (ca. 180 € / Jahr) |
| Kosten Dämmung | ca. 10–25 € pro Heizkörper (insg. 75–100 € für 5 Heizkörper) |
| Amortisation | Nach ca. 1 Heizperiode |
💡 Extra Tipp: Neben der Dämmung hinter Heizkörpern gibt es noch weitere einfache Maßnahmen, um Heizkosten zu sparen. Ein Klassiker ist das regelmäßige Entlüften der Heizkörper, das die Heizleistung optimiert und bis zu 10–15 % Heizkosten einsparen kann.
Dämmung hinter Heizungen anbringen: Wo es am meisten Sinn macht um Heizkosten zu sparen
Nicht in jeder Wohnung ist der Effekt gleich groß. Besonders sinnvoll ist das Anbringen einer Dämmung hinter Heizungen in folgenden Situationen:
In Altbauten mit ungedämmten Außenwänden oder Heizkörpernischen ist der Nutzen am höchsten. Auch in Mietwohnungen, in denen größere Sanierungsmaßnahmen nicht möglich sind, bietet sich diese Lösung an.
Weniger Effekt hat die Dämmung hinter Heizkörpern in modernen Neubauten mit sehr gut gedämmten Außenwänden. Hier ist der Wärmeverlust ohnehin gering, sodass der zusätzliche Nutzen begrenzt bleibt.
Dämmung hinter Heizungen anbringen: So setzt ihr es richtig um
Wenn ihr eine Dämmung hinter Heizungen anbringen möchtet, ist das in den meisten Fällen einfacher, als viele zunächst denken. Wichtig ist, strukturiert vorzugehen und sich vorab kurz mit den Gegebenheiten vor Ort auseinanderzusetzen.
Zuerst solltet ihr prüfen, wie viel Platz zwischen Heizkörper und Wand vorhanden ist. In vielen Wohnungen sind es nur wenige Zentimeter – das reicht aber bereits für dünne Dämmmatten oder eine Dämmmattenheizung mit Aluminium-Reflexionsschicht. Die Heizung muss dafür in der Regel nicht abmontiert werden.
Vorbereitung: Platz prüfen und Material auswählen
Im nächsten Schritt messt ihr die Fläche hinter dem Heizkörper aus. Orientiert euch dabei an Breite und Höhe des Heizkörpers und schneidet die Dämmmatte so zu, dass die Fläche möglichst vollständig abgedeckt ist. Kleine Aussparungen für Wandhalterungen oder Heizungsrohre lassen sich problemlos mit einem Cuttermesser ausschneiden. Genau an dieser Stelle bietet es sich an, laienfreundliche Heizkörper-Dämmmatten mit Aluminium-Beschichtung einzusetzen, da sie sich leicht zuschneiden lassen und keine Spezialwerkzeuge erfordern.
Dämmung hinter Heizungen anbringen ohne Heizkörper-Abbau
Nun bringt ihr die Dämmung an. Bei sehr wenig Platz könnt ihr die Matte leicht biegen und vorsichtig hinter den Heizkörper schieben. Alternativ lässt sie sich mit hitzebeständigem doppelseitigem Klebeband punktuell an der Wand fixieren. Wichtig ist, dass die reflektierende Seite in Richtung Heizkörper zeigt, damit die Wärme in den Raum zurückgeworfen wird. Für diese Variante eignen sich besonders dünne Dämmfolien oder flexible Dämmmatten, wie sie häufig als Komplettsets angeboten werden.
Dämmung hinter Heizungen anbringen mit Heizkörper-Abbau
Falls hinter dem Heizkörper mehr Platz vorhanden ist oder ihr eine dickere Dämmmatte verwenden möchtet, kann es sinnvoll sein, den Heizkörper kurzzeitig auszuhängen. Das ist vor allem bei älteren Modellen mit einfachen Wandhalterungen der Fall. Nach dem Anbringen der Dämmung wird der Heizkörper wieder eingehängt – diese Variante sorgt für den bestmöglichen Dämm-Effekt. Hier können stärkere Dämmmatten oder formstabile Dämmplatten eingesetzt werden, die speziell für Heizkörpernischen gedacht sind.
Wichtige Hinweise zur Luftzirkulation
Achtet in jedem Fall darauf, dass die Dämmung weder die Luftzirkulation noch die Konvektionsöffnungen des Heizkörpers blockiert. Die warme Luft muss weiterhin ungehindert nach oben steigen können, sonst verschlechtert sich die Heizleistung.
Für Mietwohnungen gilt: Verwendet möglichst lösbare Befestigungen und vermeidet dauerhafte Verklebungen. So lässt sich die Dämmung später rückstandslos entfernen, ohne Ärger mit dem Vermieter zu riskieren.
Geeignete Produkte zum dämmen hinter Heizkörpern
Für den Einstieg eignen sich besonders dünne, flexible Dämmmatten mit Aluminiumoberfläche. Diese lassen sich leicht zuschneiden und ohne Spezialwerkzeug montieren. Viele dieser Produkte sind auch über Amazon erhältlich und speziell für Heimwerker konzipiert.
Empfehlenswert sind Heizkörper-Dämmmatten aus PE-Schaum mit Reflexionsschicht wie wir sie zuvor schon empfohlen haben oder mehrlagige Dämmfolien mit Luftpolsterkern. Sie bieten ein gutes Verhältnis aus Dämmwirkung, Preis und einfacher Montage.
Häufige Fehler beim Anbringen der Dämmung hinter Heizungen - Schimmel um Co
Ein häufiger Fehler ist der Einsatz einfacher Haushalts-Alufolie. Diese bietet kaum Dämmwirkung und ist nicht für den dauerhaften Einsatz hinter Heizkörpern gedacht. Ebenso problematisch ist es, die Dämmung luftdicht und vollflächig an die Außenwand zu kleben. Dadurch kann sich Feuchtigkeit stauen, was langfristig Schimmel begünstigt.
Besser ist es, leichte Abstandshalter zu nutzen oder Dämmmatten zu verwenden, die diffusionsoffen sind und ein minimales Luftpolster zulassen.
Fazit: Dämmung hinter Heizungen anbringen – sinnvoll mit realistischen Erwartungen
Eine Dämmung hinter Heizungen anzubringen ist keine Wunderlösung, aber eine sinnvolle und kostengünstige Maßnahme, um Wärmeverluste zu reduzieren. Besonders in Altbauten und Mietwohnungen kann eine Dämmmattenheizung hinter dem Heizkörper spürbar zur Effizienz beitragen.
Wenn ihr wenig Aufwand, geringe Kosten und eine schnelle Umsetzung sucht, ist diese Maßnahme definitiv einen Versuch wert – vor allem als Ergänzung zu weiteren Energiesparmaßnahmen.
FAQ zur Dämmung hinter Heizungen und Dämmmattenheizung
Bringt eine Dämmung hinter Heizungen wirklich etwas?
Ja, insbesondere bei schlecht gedämmten Außenwänden kann der Wärmeverlust reduziert werden.
Ist eine Dämmmattenheizung für Mieter geeignet?
Ja, die meisten Produkte lassen sich rückstandslos entfernen und sind daher auch für Mietwohnungen geeignet.
Kann ich die Dämmung selbst anbringen?
In den meisten Fällen ja. Die Montage ist einfach und erfordert kein Spezialwerkzeug.
Wie oft sollte man die Dämmung erneuern?
Hochwertige Dämmmatten halten viele Jahre und müssen in der Regel nicht regelmäßig ausgetauscht werden.
Hey, ich bin Nicolas und ich bin staatlich geprüfter Techniker im Bereich Mechatronik. Ich verfüge über eine jahrelange Erfahrung in der Produktentwicklung und im Prüfwesen für Prototypen. Seit 2019 schreibe ich regelmäßig Vergleiche, führe Produkttests durch und ich habe mich hierbei auf die Themen Stromerzeugung und Wärmeenergie spezialisiert.






